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Über

Mein Leben mit Morbus Menière

Alter: 33
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
war Gesundheit unwichtig und irgendwie selbstverständlich - erst mal kein Grund, sich darüber Gedanken oder Sorgen zu machen - zum Glück. Heute sehe ich das anders. Gesundheit ist das Wichtigste im Leben - es gibt NICHTS, was wichtiger ist!

In der Woche...:
versuche ich mit Mr. M zu leben, führe Tagebuch und versuche herauszufinden, wie ich ihn wieder loswerde. Ich bin für jeden Rat und Hinweis offen.

Ich wünsche mir...:
...eine Forschungsreihe, die die Ursache herausfindet und ein Heilmittel - oder wenigstens etwas, was die Anfälle ausschaltet - entwickelt!

Ich glaube...:
alles wird anders - und hoffentlich gut!

Ich liebe...:
meinen Mann und meinen Hund

Man erkennt mich an...:
Susi sagt: "Antje erkennt man an Ihrer stets guten Laune, an ihrem lauten und ansteckendem Lachen und an ihrer direkten und ehrlichen Art...und an noch viel mehr "

Ich grüße...:
meine Familie und meine Freunde, die mir in dieser Zeit so sehr beistehen.
Meine beste Freundin Susi - die mich zu diesem Blog ermutigt hat.



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Blog

DANKE

DANKESCHÖN!!!

Nach Eröffnung meines Blogs habe ich ganz ganz liebe Nachrichten erhalten. Und auch eine weitere Betroffene gefunden - wir kennen uns schon ewig, aber immer nur flüchtig...Facebook ist doch für was gut Wir wollen uns die Tage mal treffen  - ich bin schon ganz gespannt.

Ein Paar haben auch schwierige Situationen / Krankheiten oder ähnliches hinter sich - es tut gut zu hören, dass es viele geschafft haben - tschaka - ich werde es auch schaffen!!!!

Und Einige haben mir wirklich ganz ganz tolle Sachen geschrieben - ganz vorne - Meike - ich habe geweint als dich deine Post bekommen habe. Du bist ein Schatz!!! Die Post zu dir geht die Tage auf den Weg

Danke an die Mädels von der Arbeit - ich weiß dass ihr im Moment eine harte Arbeitswoche habt - ihr macht das toll und ich bin stolz auf euch!!! Wenn ich zurück bin gibts erstmal eine Betiebsfeier mit dem komischen Schnaps aus Tschechien


Danke an meine Familie und an meine Freunde - ihr seid echt die Besten!!!

 

Danke an meinen Mann - der so toll durchhält und mich immer wieder auffängt und mich aus den Tiefs holt. Der mir den Eimer bringt, wenn die Anfälle mal wieder richtig schlimm sind, der mich fest in den Arm nimmt, wenn ich vor Verzweiflung heulen muss, der mir die schlechten Stunden so einfach wie möglich macht und die Guten so schön wie möglich. Es gibt keine Worte für das was ich für dich empfinde


5.6.16 23:09, kommentieren

Aufenthalt in der HSK Wiesbaden - nie mehr


Ich hatte euch ja versprochen von meinem Aufenthalt in der HSK zu erzählen. Es war ne Katastrophe!!!!

Von der Einlieferung und den vielen Versuchen mir Blut abzunehmen, hatte ich ja schon erzählt. Wie meine Arme aussahen, könnt ihr euch vorstellen....von oben bis unten ein einziger Regenbogen aus Lila-, Blau- und Gelbtönen.

Ich lag also da im Zimmer, dass einem das Gefühl gab in die 70er zurück gebeamt worden zu sein und die Putzfrau hat sich auch schon seit 5 Monaten nicht mehr blicken lassen. Gelbe Fliesen mit einem schmierigen Film von nicht indentifizierbaren Flüssigkeiten. Die Fenster so versifft, dass man kaum rausgucken konnte - bei Sonne dachte man es hängt ein grauer Vorhang davor  - und vom Boden fange ich lieber garnicht erst an....einfach widerlich.
Das Bad bestand aus einer Toilette ohne Deckel und einem Waschbecken mit einem Wasserhahn voll Kalk und ohne Sieb. Keine Dusche.....auf dem Flur gab es eine Gemeinschaftsdusche - sehr einladend....bäh

Als meine Akte endlich wieder aufgetaucht war, durfte ich dann doch mal zu einer Untersuchung. Es wurde ein Hörtest gemacht...uuuhhh...wow...
Dann passierte bis zum letzten Tag wieder nichts...bis auf jeden Tag 3 Kortisoninfusionen und ein Haufen Tabletten morgens/mittags/abends.
Die Visite habe ich auch in der Woche nur 2mal gesehen - gefragt wie es mir geht - bei Rückfragen: Das besprechen wie alles noch....

Mittwochs morgens kam ich von der Cafeteria wieder auf mein Zimmer, da lag ein Medikamenteneinnahmeplan auf meinem Bett. Ich ging an die Info und fragte was das ist. "Das sind ihre Medikamente für zu Hause" "Ok. Wo bekomme ich die" "Steht doch da - wer lesen kann...." "Oh entschuldigung...." ....zu den Schwestern komme ich gleich nochmal.

Also folgte ich der Beschreibung auf dem Blatt Papier...Man musste aus dem Krankenhaus raus, links um die Ecke. Links die Zufahrt zur Notaufnahme - rechts lauter Container mit Müll...dazwischen alles voll Müll...und irgendwann, ich wollte schon wieder rumdrehen, zwischen all dem Müll..eine kleine Treppe mit einem Schild - Apotheke. Ich ging die Tür rein...ein kaltes altes Treppenhaus - wieder ein Schild..Treppe hoch- Apotheke. Ich ging weiter die Treppe hoch. Eine schwere blaue Eisentür - hinter der blauen Tür...Förderbänder mit Kästen und Paketen...ich dachte ich bin irgendwo in einer Produktionshalle. Neben mir lauter Spinde...sehr komisch. Aber am Ende dieses Bandes wieder ein Schild...also nächste Tür rein. Hinter dieser Tür war ein kleiner Raum mit paar Stühlen und einem Fenster. Ein alter grauhaariger Mann kam an das Fenster: "Sie wünschen" "Ich habe einen Zettel bekommen..." "Ja....danke"...weg war er. Ich wartete ein paar MInuten bis der Mann wieder ans Fenster kam. Er gab mir eine Tüte mit Medis und sagte: "So nehmen wie es auf dem Zettel steht" und ging wieder....ah ja...danke für die nette freundliche Bedienung.... was war das denn? Ein bißchen fühlte ich mich wie in dem Asterixfilm...Passierschein A61...kennt ihr das? Was ein Irrenhaus...gruselig...

Freitags morgens kam die Schwester in mein Zimmer gestürzt, knallte mir mein Frühstück hin und forderte mich auf schnell zu machen, weil ich direkt zum Arzt soll und heute entlassen werde....ok....ich ass im Turbogang und wollte gerade ins Bad mich anziehen, Zähne putzen und Haare kämmen. Die Schwester kam und blökte mich an. Dafür wäre keine Zeit. Ich habe versucht ihr zu erklären dass ich doch nicht im Schlafanzug zum Doc kann...das sah sie anders. Also ging ich im Schlafanzug mit zersausten Haaren und ungeputzen Zähnen...meine Infusion noch im Schlepptau ins Wartezimmer. Infusionsständer gab es mal wieder keinen...zum 2ten Mal in der Woche. Ich saß da 25 min und nichts passierte....ich wollte gerade aufstehen und mich abmelden, dass ich mich jetzt doch umziehen gehe, als eine Schwester kam und mich anmotzte, dass ich schon gesucht werde und zur Untersuchung soll. Sie drückte mir meine Akte in die Hand und schickte mich los. Ich also quer durchs Krankenhaus im Schlafanzug auf zur HNO-Untersuchung. Dort musste ich wieder 30min warten - alle Plätze waren belegt im Wartezimmer...also saß ich im Schlafanzug (sorry...ich kanns nicht oft genug sagen) auf dem Flur und wartete. Ich wurde aufgerufen...wieder ein Hörtest....die Dame die die Tests machte, erzählte mir, dass ich eigentlich gestern schon zur Untersuchung sollte, aber die auf der Station wohl zu dumm seien Abläufe zu planen...ich hätte viel mehr Untersuchungen gebraucht...sie erzählte mir auch noch wie unglücklich sie dort sei und dass sie regelmäßig 14 Stunden Tage hat. Sie hat dann doch noch schnell einen Gleichgewichtstest mit mir gemacht...und sagte nur "Oh"...ich sollte wieder rauf gehen - da würde mir man alles weitere erklären. Ich ging zurück auf Station. Da standen meine Sachen schon zusammen geworfen im Flur - mein Bett war bereits neu belegt....danke...sehr nett.....
Im gleichen Moment kam ein Arzt auf den Flur und sagte: der Nächste...ich ging einfach schnurstracks und mittlerweile wütend an den Leuten vorbei und setzte mich ins Arztzimmer. Er sagte mir, dass ich eine Krankmeldung erhalte und die Medikamente nach dem Plan nehmen solle. Ich fragte was ich den eigentlich habe und wann mein Gehör besser wird. Als Antwort bekam ich Hörsturz und wenn das bis zum Sommer nicht besser wird, bleibt das so....ah ok...ich wollte gerade fragen was das genau heißt als er mir einen Fragebogen in die Hand drückte und mir mitteilte wie sehr sie sich über offene und ehrliche Burteilungen freuen würde....die kannste haben du A.....

Nix wie weg hier!!!!!

Meine HNO Ärztin regte sich total auf als ich ihr davon erzählte. MRT, Untersuchung der HWS und Vorstellung beim Neurologen hätten die alles in der einen Woche mit mir machen können /müssen um einen Hirntumor oder ähnlichs auszuschliessen....das durfte ich dann alles mit viel Rennerei zwischen den Anfällen in den nächsten Wochen erledigen....danke liebe HSK.


Die Ärztin, die mich am Anfang fragte ob ich MM habe (als Mister M einzog beschrieben) hatte das von meinem Einlieferungsbeleg abgelesen...der Krankenwagenfahrer hatte das vermerkt...danke, dass er sich mehr Gedanken um mich gemacht hat, als alle Ärzte in der HSK

Zu den Schwestern: Sie waren alle sehr sehr unfreundlich und grob...in einer Nacht hat meine Bettnachbarin sich vor Schmerzen gekrümmt und ganz schlimm geweint...also drückte ich den Knopf....nach 10 min ging die Tür auf, eine Taschenlampe leuchtete uns ins Gesicht und es rief schroff: "Was ist????"....ich habe einen Abend eine Schwester im Aufzug getroffen, die ich morgens beim Frühstück schon gesehen hatte. Ich fragte sie ironisch ob sie hier wohne und sie erzählte mir von den unmöglichen Umständen unter denen sie arbeitet. Sie muss doppelte Schichten machen, weil 2 Schwestern krank sind, 3 gekündigt haben und für die Praktikanten eingestellt wurden....

Ganz ehrlich: Da wundert mich nichts mehr...wie sollen die freundlich und konzentriert arbeiten, wenn man so viele Stunden arbeiten muss und eigentlich nur zum Essen und duschen heim fährt, weil zum Schlafen nicht genug Zeit bleibt. Hinzu kommen noch die Arbeitsmittel...zu wenig Infusionsständer....schlechte Handschuhe, die beim Anziehen reissen....also zieht man gar keine an und im Durchschnitt 1 1/2 Minuten für jeden Patient....was soll man da sagen, außer das mir die Angestellten echt leid tun...aber trotzdem bin ich auch sauer, weil ich als Patient nichts dafür kann und auf das Wissen und die Sorgfalt des Personals angewiesen bin....

Und die Moral von der Geschichte? Mit Kranken kann/darf man kein Geld verdienen....Krankenhäußer hätten staatlich bleiben müssen!!!!


30.5.16 22:14, kommentieren